Meinung
Atubolu-Abgang: Der Verein hat alles richtig gemacht!
Die Nachricht kam für viele überraschend, aber wenn man sich die Aussagen von Jochen Saier im kicker genau durchliest, bleibt nur ein Schluss: Die sportliche Leitung des SC Freiburg hat in der Causa Noah Atubolu absolut professionell und goldrichtig gehandelt.
Es ist extrem schade um Noah. Er ist ein Junge aus der eigenen Fußballschule, der sich in den letzten drei Jahren mit großem Vertrauen des Vereins zum Stammkeeper entwickelt hat. Ich persönlich hätte ihn wahnsinnig gerne noch mindestens ein weiteres Jahr bei uns im Tor gesehen. Die Qualität hat er ohne Frage.
Aber das Zögern bei der Vertragsverlängerung bis kurz vor knapp war einfach ein schwerer Fehler – hier war Noah schlichtweg komplett falsch beraten.
Ein Verein wie der SC Freiburg, der vernünftig wirtschaftet und sportlich planen muss, kann sich nicht monatelang hinhalten lassen. Wenn ein Vertrag bis 2027 läuft und man sich ein halbes Jahr intensiv um eine Verlängerung bemüht, die Spielerseite aber bis kurz vor dem Europa-League-Finale taktiert und keine Klarheit schafft, dann lässt man den Verantwortlichen keine Chance.
Freiburg musste handeln, bevor es zu spät ist und man am Ende auf dem Transfermarkt mit dem Rücken zur Wand steht.
Dass der SC dann nicht fackelt, sondern mit Mio Backhaus von Werder Bremen direkt Nägel mit Köpfen macht und die klare Nummer 1 für die Zukunft holt, ist konsequent. Saier und Co. haben gezeigt, dass der Verein immer über dem einzelnen Spieler steht. Wer nicht mit voller Überzeugung verlängern will, muss eben Platz machen.
Für Noah ist es schade, wie das Ganze jetzt zu Ende geht. Er verlässt uns zwar als Teil einer Erfolgsgeschichte, aber die Art und Weise des Abgangs hinterlässt durch das Berater-Zocken einen unnötig faden Beigeschmack.
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