Fanstimmen
Unsere 28 – Matze Ginter
Der absolute Gegenentwurf zum modernen Fußball-Zirkus
Bling-Bling, goldene Steaks, protzige Autos – der moderne Profifußball kann verdammt anstrengend sein. Und dann gibt es Matze Ginter. Unsere 28. Ein absoluter Gegenentwurf zu dem ganzen Zirkus.
Matthias Ginter und seine Frau Christina leben das vor, was wir hier im Breisgau schätzen: Bodenhaftung statt Allüren, echtes Leben statt ständiger Inszenierung. Wer bei den beiden nach Dramen oder Skandälchen sucht, sucht vergeblich.
Die Kehrseite der Medaille: Was die Gehaltsliste verschweigt
Dabei lassen wir uns im Breisgau nicht blenden: Auch wenn Matze Ginter der Gegenentwurf zu protzigen Instagram-Profis ist, gehört er bei uns zu den absoluten Top-Verdienern. Es ist ein offenes Geheimnis, dass er das höchste Gehalt im Kader bezieht – auch wenn im Verein über Zahlen das übliche Stillschweigen herrscht.
Das ist Fluch und Segen zugleich. Wer in Freiburg das Gehaltsgefüge anführt, steht unter einer anderen Beobachtung. Da darf es keine Ausreden geben. Matze weiß das. Er muss nicht den Lauten machen, er muss auf dem Platz liefern. Wenn er die Defensive organisiert und mit seiner Erfahrung Ruhe reinbringt, ist das Geld gut angelegt. Wenn er stolpert, ist er die erste Zielscheibe. Dass er diesen Druck so geräuschlos wegschluckt, ist sein vielleicht größtes Talent – und genau das ist der Grund, warum er bei uns trotzdem respektiert wird.
Vom Platz in die Kinderstube: Mehr als nur PR
Dass dieses Geld bei ihm nicht in Goldketten fließt, sieht man an seinem Engagement. Wenn er über seine Stiftung spricht, merkt man, dass ihm das nicht peinlich ist – er instrumentalisiert es nicht, er lebt es.
Aktuelles Beispiel: Diesen Samstag (27. Juni) liest er zusammen mit Christina im Kino Harmonie aus ihrem gemeinsamen Kinderbuch „Die Pfotenkicker“. Wer bei sowas nur an schnelles Merchandising denkt, greift zu kurz. Das Buch ist in monatelanger Arbeit entstanden und vermittelt Werte, die auch uns in der Kurve wichtig sind: Zusammenhalt und Inklusion. Wenn Ginter sich da hinstellt, wirkt das für einen Bundesliga-Profi seiner Gehaltsklasse verdammt echt. Er weiß, dass er eine Vorbildfunktion hat – und er füllt sie aus, ohne den Verein als reine Bühne für sein Ego zu missbrauchen.
Was kommt nach der 28?
Mit 32 Jahren ist Matze in einem Alter, in dem man sich zwangsläufig Gedanken über die Zeit nach der aktiven Karriere macht. Was kommt, wenn er die Schuhe eines Tages an den Nagel hängt?
Ein Platz im Führungsteam scheint bei seinem Standing logisch. Aber der „Freiburger Weg“ bietet mehr: Vielleicht sieht man ihn in einer Rolle im Nachwuchsbereich? Oder als strategisches Bindeglied? Eines ist klar: Leute mit seinem Kaliber und seinem Verständnis für den Verein dürfen wir nicht einfach in den Ruhestand entlassen. Wir brauchen seinen klaren Kopf und seine Verbundenheit zum SC auch in Zukunft in anderen Funktionen.
Bis es so weit ist, sind wir froh, ihn in Weiß-Rot auf dem Rasen zu haben. Wir brauchen Typen wie ihn, die unser Wappen mit Stolz tragen, statt es nur zur Schau zu stellen.
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